Vom Winde verweht
- m-mancarella
- 10. März 2025
- 4 Min. Lesezeit
Die ganze Arbeit in zehn Minuten vernichtet.

Die Löwen kontrollierten das Spiel über 80 Minuten hinweg souverän. Alpnach lauerte geduldig auf den richtigen Moment, um wie ein Torero den entscheidenden Stoss zu setzen. Ein Mangel an defensiven Spielern führte zu einem Systemwechsel, der nicht gut verkraftet wurde.
„Wenn wir nur nicht bei den ersten Schwierigkeiten den Kopf verlieren würden...."
Die Löwen errichteten über 80 Minuten hinweg eine prächtige Sandburg am Strand. Doch kaum war dieses stabile und schöne Werk vollendet, fegte ein kräftiger Windstoss alles hinweg. Tragischerweise halfen die Löwen, anstatt ihr Werk zu schützen, dabei, es selbst zu zerstören.
Zum Spiel:
Am Samstag konnten wir unsere Kollegen aus Alpnach bei uns begrüssen. Selbst die letztjährigen Kämpfe in der Liga waren immer ein fussballerisches Fest.
Wie erwartet war qualitativ hohes Niveau zu sehen. Die Portugiesen aus Alpnach machen aus ihrem technischen Ballbesitz ihre Stärke. Wir hoffen, bis Anfang der Rückrunde ebenfalls diese Gelassenheit und Dominanz im Ballbesitz zu erreichen.
Das Spiel war von Anfang an sehr spannend. Auf beiden Seiten häuften sich bereits die ersten Torchancen, man wartete nur auf den ersten Fehler. Die Löwen gingen mit einem geübten und schön ausgespielten Spielzug zuerst in Führung. Wie erwartet hielt diese Führung nicht länger als fünf Minuten. Der Klassenunterschied war in der gesamten ersten Halbzeit nicht spürbar. Die Gäste kamen mit technischer Leichtigkeit zu Torchancen, die Löwen konnten ebenfalls gefährlich sein, doch alles wirkte ein bisschen angespannter.
Die erste Halbzeit war sehr intensiv und raubte beiden Teams physische sowie psychische Energien. Für die zahlreichen Zuschauer war es ein gemütliches Ansehen. Die ersten 45 Minuten endeten gerecht mit einem Unentschieden. In der Pause konnten einige Details und Unklarheiten bereinigt werden.
Mit zwei Wechseln starteten die Löwen sehr gut in die zweite Hälfte. Die Partie blieb vorerst ausgeglichen, doch man konnte eine gewisse Müdigkeit bei den Löwen erkennen. Es ist nicht einfach, so viel Neues zu üben und dies gegen einen Gegner, der einen technisch und taktisch so unter Druck setzt.
Viele fragen sich nun, wie ein ausgeglichenes Spiel zu einem klaren Sieg der Gäste führen konnte. Der erste Punkt war, dass durch einen Mangel an defensiven Spielern viele Wechsel im Mittelfeld vorgenommen wurden und ein Systemwechsel zu einer Dreierverteidigung notwendig war.
Der Trainerstab war sich über diese Entscheidung nicht einig, doch letztendlich musste es riskiert werden. Zudem wurden ab der 75. Minute bei jedem Wechsel noch Positionen rotiert.
Die Gäste wechselten hingegen die Spieler 1:1 aus. Trotz allem konnten die Löwen gut mithalten, es war aber nur noch ein Halten und es konnte nicht gekontert werden.
In den letzten zehn Minuten hatten die Luzerner die Gäste vor allem auf den Aussenbahnen nicht mehr im Griff. Die Dreierverteidigung war überfordert und im Mittelfeld war man zu spät in der Defensive. Die Alpnacher erhielten einen klaren Elfmeter, die Führung wäre auch verdient gewesen, doch dieser wurde verschossen. Die Löwen hatten eine unerwartete Reaktion und vergaben einige Sekunden später eine klare Torchance zur Führung. Dies war das letzte Löwengebrüll des Abends. Die Gäste wussten, wo und wie sie die Löwen definitiv verletzen konnten. Die Luzerner machten, wie immer, wenn die Situation sich erhitzt und die Energien fehlen, selbst alles kaputt. Es wurde hektisch, unnötig laut und man half sich gegenseitig nicht mehr. Die Fehler häuften sich und die drei Tore wurden auf einem Silbertablett serviert, obwohl dies gar nicht nötig war.
Wie oben erwähnt, haben die Löwen über 80 Minuten ein stabiles Kunstwerk aus Sand gebaut, um dieses beim ersten Windstoss (Schwierigkeit) selbst zu zerstören.
Neben der Konstanz in der Leistung muss der Zusammenhalt bei schwierigen Situationen geübt werden. Wenn die Luzerner zusammengehalten und füreinander gekämpft hätten, wäre das Spiel eventuell sogar nicht verloren gegangen.
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Aufstellung 4-2-3-1
Trainer; Mancarella M. / Coach; Bonavita
#1 Henggeler
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#24 Luis Pedrajas (72`#10 Lento)
#17 Ferraro (c)
#30 Krieger
#15 Balatharan (31`#6 Caccamo)(80`#15 Balatharan)
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#22 Sanchez Oliva (82`#13 Geisser)
#8 Adler (69`#69 Loprete)
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#13 Geisser (45`#99 Pepe)
#20 Berisha (75`#7 Pallotta)
#23 Mitolo (75`#98 Caruso)
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#67 Azevedo Natale (45`#16 Dogandzic)(84`#67 Azevedo Natale)
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Tore:
1-0 8` #67 Azevedo Natale (#24 Luis Pedrajas)
1-1 12` FC Alpnach b (4.L)
1-2 82` FC Alpnach b (4.L)
1-3 84` FC Alpnach b (4.L)
1-4 87` FC Alpnach b (4.L)
Karten:
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Man of the Match:
#30 Krieger
#22 Sanchez Oliva

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