Noch kein Erwachen aus dem Albtraum
- m-mancarella
- 12. Mai 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Mai 2025
Immer noch ohne Sieg in dieser Rückrunde.

Die Löwen sinken weiter, und die angst de Abgrund noch nicht erreicht zu haben ist gross. Um sich wieder aufheben zu können muss der Boden zuerst berührt werden. Nun geht es um die Ehre und um aufzubauen für das nächste Jahr.
„Es muss noch sehr viel Fleisch gegessen werden"
Die Gegner waren auch in diesem Spiel schwach oder zumindest qualitativ eine Liga unter uns. Doch die anfängliche Einstellung und Mentalität von 90% des Teams war mangelhaft. Beim Aufwärmen hatten wir das Gefühl, auf einem Schulhof zu sein. Kein Feuer in den Augen, kein Stolz, um zu zeigen, dass wir wieder aufsteigen wollen. Man wollte einfach nur einen Samstag in guter Gesellschaft verbringen; es fehlten nur noch ein Grill, Fleisch und Bier.
Zum Spiel:
Die ersten 22 Minuten wurden regelrecht verschlafen. Mental waren die Löwen nicht bereit und wurden von einem schwachen SK Root regelrecht überlaufen. Einerseits stand man sehr defensiv, wahrscheinlich aus Angst, mit dem neuen Spielsystem Löcher für den Gegner zu öffnen. Bei Ballbesitz dasselbe, aus Angst versteckte sich jeder und keiner übernahm die Verantwortung, den Ball in den eigenen Füssen zu halten. Das Zweikampfverhalten stimmte auch nicht, man war immer zu spät und es wurde kein zweiter Ball erkämpft.
Trotz all dieser Punkte hätte das Heimteam nie die Führung geschafft.
Als würde man nicht schon genug Horror auf dem Spielfeld sehen, wurden zwei weite Bälle in der Luzerner Abwehr einmal komplett falsch eingeschätzt und einmal komplett falsch abgewehrt. So stand der Heimstürmer zweimal 1vs1 gegen unseren Torwart, nach 22 Minuten zeigte die LED-Anzeigetafel 2-0 für das Heimteam.
Wie immer in dieser Saison, die Tore machen sich die Löwen selber. Der SK Root hatte nur eine offensive Taktik: langer Ball nach vorn, möglichst auf die zwei Aussenläufer. So etwas muss nicht trainiert werden, es braucht auch keine Fussballkenntnis. Die Löwen hingegen besprechen Woche für Woche taktische Anwendungen, studieren Pläne, wie verteidigen und erarbeiten sich mögliche offensive Spielzüge. Es nützt alles nichts, der Kopf ist momentan nicht zu 100% bei den Spielen.
Der Trainerstab schaute bis zur 30. Minute noch zu, um dann zwei, in diesem Fall entscheidende, Wechsel zu tätigen. Nicht entscheidend wegen der Leute, die ausgewechselt wurden, diese spielten nicht mal so schlecht, doch setzte es ein Zeichen und brachte neuen Schwung. Nebst dem wurden die Dezibel auf der Bank erhöht und man versuchte, jede einzelne Bewegung zu steuern. Die Löwen blühten Minute für Minute auf und man spielte kurz vor der Pause langsam das, was man sehen wollte. Man ging zur Pause mit einem 2-1.
In der Pause musste der Kopf freibekommen werden und die Energien mussten aufgetankt werden.
In der zweiten Halbzeit sah man die besten Löwen dieser Rückrunde. Immer am Ball, energisch, ideenreich, kämpferisch und konzentriert. Das Heimteam wurde an die Wand gespielt und betrat über 30 Minuten die Luzerner Spielhälfte nicht mehr. Die Löwen konnten den Anschlusstreffer schnell finden, doch schossen zahlreiche gute Chancen in den Eimer. Im Abschluss fehlt noch die gewünschte Genauigkeit und ein Topscorer, der auch aus den halbgaren Chancen etwas Gescheites machen kann.
Die Minuten vergingen, man wartete nur noch auf den Siegtreffer der Löwen, doch auch der Pfosten und die Latte halfen uns nicht.
So wie es nun zur Gewohnheit wird, wurde ein Befreiungsschlag der Heimdefensive zu einem Assist im Strafraum. Der Rooter Stürmer konnte diesen Ball mit Mühe und Not kontrollieren, hatte 5% Chance, eine klare Torchance zu kreieren. Doch wie es so in den Köpfen der Löwen momentan so abgeht, war wieder Zeit für eine Wohltat. Der Stürmer wurde gefoult und es gab Penalty. Es stand 3-2 und dies 5 Minuten vor Schluss.
Diesmal reagierten die Luzerner, stürzten sich nach vorn und suchten nach dem Ausgleich. Das Heimteam zeigte ebenfalls, dass es an Spielintelligenz mangelt und foulte ebenfalls im Strafraum. Niemand wollte diesen Penalty schiessen, da sind wir am oben erwähnten Punkt der Angst. Dieses Team hat viele tolle Leute, doch bei weitem keinen Leader. Unsere Nr. 25 schnappte sich diesen heissen Stein und wie die Götter bereits entschieden hatten, flog dieser über das Tor.
Es blieb 3-2 Sekunden vor Abpfiff, mit den Löwen komplett nach vorn gestürzt, gab es noch das 4-2.
Die schwarze dunkle Wolke über dem FCL 2010 bleibt und wird nur noch schwärzer.
Nur harte Arbeit und die Zeit werden den Löwen eine Möglichkeit geben, sich zu rehabilitieren. Die Chancen auf einen Aufstieg stehen nun bei 0.01% und somit muss bereits auf die neue Saison hingearbeitet werden. Doch mit grossem Stolz müssen die restlichen vier Spiele angegangen werden. Die Stärksten kommen auf die Allmend, wollt ihr aufsteigen? Dies muss zuerst auf der Allmend verdient werden.
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Aufstellung 3-5-1-1
Trainer; Mancarella M. / Coach; Bonavita
#93 Milakovic (Sen. 30+)
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#32 Zivanovic
#17 Ferraro (c)
#25 Coelho Lopes
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#24 Luis Pedrajas (30`#4 Luparini)
#99 Pepe
#21 Kauffmann
#30 Fortiguerra (Sen. 30+) (53`#5 Sinnathurai)
#23 Mitolo
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#20 Berisha
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#11 Geisser (30`#12 Cubero)
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Tore:
20` 1-0 SK Root II
23` 2-0 SK Root II
38` 2-1 #99 Pepe
51` 2-2 #23 Mitolo (#17 Ferraro)
83` 3-2 SK Root II (Penalty)
90+4` 4-2 SK Root II
Karten:
40` Gelb; #30 Fortiguerra
61` Gelb; SK Root II
73` Gelb; #20 Berisha
87` Gelb; SK Root II
89` Gelb; #5 Sinnathurai
Man of the Match:
#4 Luparini
#12 Cubero

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