In letzter Sekunde
- m-mancarella
- 16. Mai 2023
- 4 Min. Lesezeit
Zweimal Perlen und beides Mal das gleiche Spiel.

Die lieben Kollegen aus Perlen mit ihrer sehr defensiv und provokativen Art brachten die Löwen zweimal in Schwierigkeiten. Doch man kann nicht mit einem Löwen in den Kampf steigen und am Schluss weinend davonrennen.
„Dieses Spiel wurde mit Willen und Herz gewonnen"
Dass die Luzerner allergisch auf sonntags spielen sind, ist jetzt eine Tatsache.
Die Löwen waren sich bewusst, dass es keine einfache Partie hätte werden können. Das Heimteam aus Perlen ist Tabellenmässig nicht brillant unterwegs, aber ist eine defensiv sehr solide Mannschaft und erhielt die Tore immer im letzten Viertel der Partien.Sind junge motivierte Leute, die nur einen guten Stürmer und eine bessere Führung bräuchten.
Zum Spiel;
Über die erste Halbzeit kann man nicht viel schreiben. Die Löwen starteten sehr gut, standen wie gegen Steinhausen hoch und brachten das Heimteam in grosser Schwierigkeit.
Diese mussten auf den Spielaufbau von hinten verzichten. Doch trotz dieser Überlegenheit fehlte den Luzerner das gewisse Etwas, um richtig gefährlich zu werden. Nach ca. 15 Minute stellten sich die Löwen in einen Modus, der sich «Lauf du, denn ich habe keine Lust» nennt.
Das Heimteam spielte mit wenig Ideen, sehr chaotisch, aber mit sehr viel Motivation weiter und gewann immer mehr an Selbstvertrauen. Die Luzerner waren immer zu spät am Ball, bei Balleroberung liess man den Ballführenden alleine und sehr viele einfache und entscheidende Pässe wurden verspielt. Sicher half der katastrophale Kunstrasen nicht, doch merkte man klar das etwas an der Einstellung nicht stimmte. Die Buchrainer wurde nie richtig gefährlich und die Blau-weißen konnten mit minimaler Anstrengung mit einem 0-0 in die Pause.
Zum Glück hatte der Gegner keine Offensive Optionen und nicht die nötigen Qualitäten.
Um ehrlich zu sein, rechnete das Heimteam auch nicht mit dem, sie hatten das Spiel ganz anders vorbereitet.
In der Pause wurden die Löwen durch den lauten und härten Worte des Trainers wachgerüttelt. Man versuchte die Luzerner am Ego zu kitzeln, es musste eine Reaktion gezeigt werden. Mindestens musste mit Herz und Leidenschaft gespielt werden, wenn mal die Qualität nicht stimmt.
So sah man endlich Wache, reaktive und energische Löwen. Der Ball wurde in der gegnerischen Hälfte erobert und endlich konnte über längere Minuten der Druck erhöht werden. Es fehlte jedoch an Qualität und einige Spielzüge wollten nicht funktionieren. Das Heimteam kam in grössere Schwierigkeit, doch genau so hatten sie diese Partie vorbereitet. Es wurde zu einem härte Kampf mit vielen Interventionen, die sehr am Limit waren. Der Unparteiische lies sehr viel spielen, pfiff wenig und immer wieder mit der Begründung, es nicht gesehen zu haben.
In seiner Unsicherheit und niedriger Persönlichkeit musste er im Letzten sehr heissen Viertel der Partie für jede Kleinlichkeit eine Karte ziehen.
Das Heimteam war mit dieser Konstellation in der eigenen Komfortzone. Sie warteten ab und hofften auf einen Fehler der Luzerner. Prompt kam dieser in der 59. Minute, auch wenn die Balleroberung mit einem Foulspiel getätigt wurde. Es stand 1-0 für die Buchrainer. Was jetzt? Ein anderes Team wäre abgesoffen. Die Löwen zeigten grosse Motivation und stürzten sich noch mehr in die Offensive. Der Gegentreffer weckte endlich die Blauweissen definitiv.
Das Heimteam hatte es nicht mehr im Griff und versuchte mit Zeitschinden und wiederholten Fouls den Spielrhythmus zu unterbrechen. Langsam kamen endlich für die Löwen die richtigen und klaren Torchancen. Nach mehrminütigen Forcing in der Nähe des gegnerischen Strafraumes gab es Penalty. Es stand 1-1, 25 Minuten waren noch zu spielen und der für das Heimteam fatale letzten Viertel musste noch kommen. Die Buchrainer hatten keinen Plan B und somit spielten diese trotz Ausgleich identisch weiter. Es wurde versucht, einen Unterschied zu behalten. Die Angst wuchs beim Gegner, die Löwen konnten sich von der Leine befreien und waren sehr überzeugt, noch gewinnen zu können. Nach mehreren Torchancen, getroffene Pfosten oder Latten und einen (bis zwei) nicht erhaltene Penalty wurde der Siegerstreffen im letzten geschossenen Eckball gefunden.
Diese Partie wurde mit grossem Willen und Leidenschaft noch umgedreht. Die Qualität konnte nie wirklich aufs Spielfeld gebracht werden. Doch ist dies ein Sieg, die in unserer Geschichte ein wichtiges Kapitel übernehmen wird.
Der Halbfinale wurde gemeistert und die Partie zu Hause gegen Root könnte bereits das Finale sein.
p.s Für die Kollegen aus Perlen, man spielt nicht mit dem Feuer.
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Aufstellung 4-2-3-1
Trainer; Mancarella M. / Coach; Bonavita / Assistenten; Mancarella F.
#1 Crawley
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#9 Borrillo (45`#11 Bukvic) (70`#9 Borrillo,
#20 Berisha,
#37 Sanchez Lachay (28`#14 Karadag) (45`#10 Antonucci),
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#92 Sorrentino (35`#37 Sanchez Lachay) (#75` Thaqi)
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Tore:
1-0 59` FC Perlen Buchrain
1-1 62` #10 Antonucci (Penalty)
1-2 90+5` #37 Sanchez Lachay
Man of the Match:
#29 Bajor
Karten:
Gelb 7`#17 Ferraro
Gelb 38` FC Perlen Buchrain
Gelb 65` FC Perlen Buchrain
Gelb 65`#32 Zivanovic
Gelb 78` FC Perlen Buchrain
Gelb 78` Trainer Mancarella M.
Gelb 83`#8 Zejnaj P.


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