Ein Abend voller Emotionen und Dramatik
- m-mancarella
- 25. Sept. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Okt. 2024
Ein Team, das in der ersten Halbzeit die Fans verzauberte.

Die Löwen zeigten über fast 60 Minuten hinweg erstklassigen Fußball. Ein solches Spiel des FCL hat man seit 2010 nicht mehr gesehen.
„Wenn wir so spielen, kann jeder Gegner kommen."
Drei Tage später traten wir erneut im Pokalspiel gegen die Kickers an, diesmal auf heimischem Boden. Wir waren uns bewusst, dass unsere Leistung am Samstag nicht optimal war. Eine Verbesserung war zu erwarten, da die Kickers, wie vermutet, mit einigen neuen Gesichtern aufliefen.
Zum Spiel:
Die erste Halbzeit der Löwen war nahezu perfekt. Die Gäste konnten den zahlreichen Torchancen der Luzerner nur mit grosser Mühe standhalten. Die Führung resultierte glücklich aus einem Freistoss, der offiziell als Eigentor gewertet wurde. Bereits nach wenigen Minuten wurden die Kickers sehr nervös, und der Schiedsrichter verlor zunehmend die Kontrolle über das Spiel, was die Nervosität weiter steigerte. Die Löwen blieben jedoch cool und begeisterten die zahlreichen Fans. Bis zum zweiten Tor trafen sie dreimal das Aluminium, während die Gäste keinen einzigen Schuss aufs Tor brachten. Die Kickers konnten froh sein, wenn sie überhaupt die Mittellinie überquerten. Unsere begeisterten Fans spendeten viele Komplimente, und das wunderschön erzielte 3:0 kurz vor der Pause war das Sahnehäubchen.
In der zweiten Halbzeit sollte eigentlich genauso weitergespielt werden. Doch das war nicht der Fall, denn die Löwen standen unkonzentriert auf dem Platz. Dies gab den Gästen Selbstvertrauen und das Spiel wurde sehr hektisch. Die Kickers spielten chaotisch und energisch, manchmal zu energisch, sodass das Spiel ausartete. Der Schiedsrichter zeigte keine Karten, begann aber, alle anzuschreien und sogar zu beleidigen, was das Spiel noch nervöser machte. Das Trainerduo wollte allen Spielern Einsatzzeit geben und da es nicht danach aussah, als würden die Kickers ein Tor erzielen, starteten sie die Wechsel.
Auch der Treffer der Gäste in der 72. Minute brachte die Löwen nicht aus der Ruhe. Leider brachten die Löwen nun nicht mehr viel zustande und die Kickers wurden mutiger. Das Spiel wurde laut und sehr unangenehm, auch von der Bank der Gäste kamen beleidigende und provozierende Worte an die Spieler und den Luzerner Staff. Es war sehr schwierig, die Ruhe zu bewahren, und der Schiedsrichter blieb auch hier abwesend. Sekunden vor dem Schlusspfiff trafen die Kickers glücklich zum 3:2, das Spiel endete kurz danach und ein Kickers-Stürmer kam auf die glorreiche Idee, alle schlagen zu wollen. Es gab ein Spielergerangel, der Schiedsrichter verschwand sofort in die Kabine, nur die Luzerner Trainer und Zuschauer packten den Spieler und beruhigten die Situation. Solche Leute gehören einfach nicht auf einen Fussballplatz. Ich verstehe den Frust der Gäste nach zwei klaren Niederlagen in nur drei Tagen. Die Löwen hingegen kommen eine Runde weiter und bleiben ungeschlagen. Der Trainer der Kickers sagte am Schluss klar: „Wollt ihr aufsteigen? Gegen dieses Eschenbach habt ihr keine Chance, die stehen zwei Level höher.“ Dass sein Team in den ersten 45 Minuten eine Fußballlektion erhalten hatte, hatte er wohl vergessen.
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Aufstellung 4-4-2
Trainer; Mancarella M. / Coach; Bonavita
#1 Henggeler
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#17 Ferraro (c)
#25 Fasan (61`#6 Caccamo)
#5 Sinnathurai
#32 Zivanovic
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#20 Berisha (69`#7 Pallotta)
#21 Kaufmann (53`#30 Krieger)
#8 Adler (65`#98 Caruso)
#23 Mitolo (55`#92 Sorrentino)
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#11 Babic (65`#16 Dogandzic)
#37 Sanchez Lachay (69`#27 De Raffele)
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Tore:
1-0 12` #5 Sinnathurai
2-0 25` #20 Berisha (#23 Anthony)
3-0 44` #8 Adler (#37 Sanchez Lachay)
3-1 72` FC Kickers Luzern III
3-2 90+4` FC Kickers Luzern III
Karten:
90+2` Gelb #27 De Raffele
Man of the Match:
#8 Adler
#23 Mitolo


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