Die Zikade
- m-mancarella
- 11. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Sept. 2025
Die Zikade singt und stirbt.

Der Satz „die Zirkade singt und stirbt“ wird oft metaphorisch verwendet, um eine Lebensweise zu beschreiben, bei der man intensiv lebt, geniesst oder sich ausdrückt, auch wenn das nur kurz ist und mit einem Ende verbunden ist.
„Zu viel Spannung, zu viel Druck und zu wenig Freude“
Momentan besteht diese Gruppe eher aus Zikaden als aus Löwen. Jeder Einzelne ist talentiert und motiviert, doch während des Spiels agieren sie oft als Einzelgänger.
Vor allem fehlt es an einer funktionierenden Zusammenarbeit.
Zwar spielen die „Zikaden“ (alias Löwen) gut, haben mehrheitlich Ballbesitz, doch sie werden nie konkret und am Ende gewinnt der Gegner.
Hinzu kommen zahlreiche Eigenfehler, die durch die mangelnde Harmonie und fehlende Abstimmung entstehen. Jeder ist fast auf sich allein gestellt und muss mit dem Stress und Druck selbst zurechtkommen.
Zum Spiel
Was sich am vergangenen Spieltag abspielte, war eine weitere bittere Lektion für unsere Mannschaft, eine unverdiente Ohrfeige, die diesmal besonders schmerzt. Denn der Gegner aus Engelberg eigentlich schlagbar, nutzte seine wenigen Chancen eiskalt aus und siegte mit 2:1.
Die Luzerner „Zikaden“ dominierten über weite Strecken das Spielgeschehen. Ballbesitz, Spielkontrolle, Passstaffetten, all das war vorhanden. Doch was fehlte, war die Konsequenz im letzten Drittel und der Zusammenhalt als Team. Die Gäste zogen sich tief zurück, überliessen uns das Spiel, und dennoch gelang es nicht, klare Torchancen zu kreieren.
Bereits in der 7. Minute fiel das 0:1, ein unnötiger Eigenfehler, ein verlorener Zweikampf, ein gegnerischer Stürmer, der allein gelassen wurde und eiskalt verwandelte. Wieder einmal mussten die Zikaden einem Rückstand hinterherlaufen.
Die Antwort kam prompt: Ein sehenswerter Weitschuss brachte den verdienten Ausgleich. Doch dieser Treffer offenbarte auch ein Problem. Weitschüsse scheinen derzeit die einzige Möglichkeit zu sein, Tore zu erzielen. Im Strafraum fehlt die Präsenz, das Timing, die Abstimmung.
Die erste Hälfte endete ohne weitere Highlights, dafür mit zunehmender Hektik. Engelberg setzte auf Provokation, und unsere Spieler liessen sich zu unnötigen Karten hinreissen.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Luzern mit Ballbesitz, mit mehr Energie, aber ohne Durchschlagskraft. In den Schlussminuten warf man alles nach vorne, leider ohne Struktur. Einzelaktionen statt kollektives Pressing prägten die letzten Angriffe.
Dann kam, was kommen musste: Engelberg konterte in der Nachspielzeit und traf zum 2:1. Der Schiedsrichter liess nur noch diese Aktion zu, danach war Schluss. Die Enttäuschung war spürbar, selbst die Heimfans konnten das Ergebnis kaum fassen.
Fazit:
Die «Zikaden» müssen sich neu ausrichten. Talent ist vorhanden, doch ohne Teamgeist, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung bleibt es Stückwerk. Es ist Zeit, sich wie Ameisen zu verhalten. Gemeinsam arbeiten, kämpfen und wachsen. Denn grosse Resultate entstehen nicht durch Einzelaktionen, sondern durch ein starkes Kollektiv.
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Aufstellung 4-2-3-1
Trainer; Mancarella M. / Coach; Bonavita
#13 Luparini
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#17 Ferraro (c) (30`#6 Caccamo)
#32 Zivanovic
#4 Balatharan (59`#17 Ferraro)
#16 Cortes De Mingo
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#5 Sinnathurai (55`#77 Ahmataj) (81`#19 Dantas Goncalves)
#22 Sanchez Oliva
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#20 Berisha A.
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#9 Volpe
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Tore:
7` 1-0 Engelberger SC II
15` 1-1 #9 Volpe
90+2` 2-1 Engelberger SC II
Karten:
Gelb; 42` #3 Martinez Gaviria
Gelb; 43` Engelberger SC II
Gelb; 43` #5 Sinnathurai
Gelb; 45` Engelberger SC II
Gelb; 46` #4 Balatharan
Gelb; 81` #32 Zivanovic
Gelb; 84` Engelberger SC II
Man of the Match:
#6 Caccamo
#9 Volpe

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