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Die kleinen Details machen dich gross.

  • m-mancarella
  • 19. März 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Fakt ist, dass die Löwen noch Rost zu beseitigen haben.


Die Löwen konnten viele Fehler korrigieren, doch viele neue kamen dazu. Es ist, als wäre der Mechanismus verrostet und noch nicht überall sauber gewartet.








Einander helfen, um die Fehler schnellstmöglich zu beseitigen."

Ein organisiertes und siegorientiertes Küssnacht war zu Gast. Natürlich wäre ein Sieg, um sich für den Cup zu revanchieren, großartig gewesen, doch es gibt noch viele Dinge zu verbessern. Die Gäste traten in voller Montur an, sogar mit Spielern der 1. Mannschaft. Zudem spielt dieses Team seit Jahren zusammen und wurde vom selben Trainer bis über die Juniorenzeit hinaus begleitet.

 

Zum Spiel:

 

Wie es sich für ein Testspiel gehört, gingen die Löwen mit vielen Aufgaben auf das Feld.

Am Ende bringt ein Sieg keine Punkte und keinen Preis; wichtig ist, auszuprobieren, Fehler zu machen und diese zu verbessern.

 

Die Gäste starteten, sicher in ihren eigenen Stärken und eingespielten Mechanismen, sehr stark, fast übermotiviert. Dies brachte die Löwen in Bedrängnis, und durch einen Kommunikationsfehler beim Spielaufbau in der 3. Minute wurde das 0:1 regelrecht verschenkt. Ein solcher Start hätte ein anderes Team moralisch zerstören können, doch die Luzerner motivierten sich gegenseitig und arbeiteten weiter daran, die besprochenen Aufgaben zu erfüllen. Der Spielaufbau begann immer tief in der hintersten Reihe, und die Löwen versuchten Schritt für Schritt, mit einem anspruchsvollen Ballbesitz Torchancen zu erarbeiten.

Das Spiel war sehr energisch und kämpferisch intensiv, sodass es schnell kein Testspiel mehr war. Klare Torchancen gab es kaum, doch die Löwen waren trotz vieler kleiner Fehler minimal dominanter im Spiel. Die Gäste wussten bestens, wie sie uns bei Balleroberungen immer wieder in Bedrängnis bringen konnten. Aus einem perfekt kalibrierten Freistoss fanden wir den verdienten Ausgleich. Keine Viertelstunde war vergangen, und es gab bereits tausende Emotionen. Die Gäste gerieten immer mehr in Bedrängnis und wurden aggressiver, sodass wir nach 17 Minuten den ersten Verletzten auswechseln mussten. Es ist gut und recht, ehrgeizig und motiviert jedes Spiel anzugehen, aber in einem Testspiel so fokussiert auf das Ergebnis zu sein, ist absurd.

Bei den Luzernern häuften sich viele kleine Fehler, sowohl bei Ballbesitz als auch in der defensiven Einstellung. Diese Kleinigkeiten brachten die Löwen immer wieder in Bedrängnis und liessen die Küssnächtler ins Spiel kommen. Ausgeglichen ging es weiter, doch die Luzerner entschieden, dass die Zeit reif war, erneut ein weiteres Tor zu schenken. Die erneute Führung der Gäste entstand aus einem Luzerner Einwurf. Eine der vielen ungeschriebenen Fussballregeln besagt, dass es ein Sakrileg ist, ein Tor aus einem ausgeführten Einwurf zu erhalten. Küssnacht stand somit unverdient erneut in Führung, unverdient, weil die Tore regelrecht geschenkt wurden. Auch diesmal reagierten die Luzerner prompt und stürmten das gegnerische Tor mit voller Kraft. Nur zwei Minuten später erzielten wir aus einem Eckball, ausgeführt mit einer neuen Variante, den Ausgleich.

Das Spiel blieb in den restlichen 15 Minuten der ersten Halbzeit sehr ausgeglichen und spannend. Die Löwen stellten die Geschenke ab und hätten eine Führung zur Pause verdient. Spielerisch und konzeptmässig war Luzern sicher leicht die bessere Mannschaft.

 

In der Pause konnten einige Details besprochen werden. Der Fokus lag auf den grossen Freiräumen und Abständen, die die Löwen immer wieder zwischen den „Abteilungen“ hatten. Eine erste Wechselrochade wurde vorgenommen, Küssnacht hingegen spielte weiter, als wäre es ein Meisterschaftsspiel. Die Löwen brauchten diese Wechsel, um weitere Dinge ausprobieren zu können. Am Spiel änderte sich nichts, es blieb sehr spannend und ausgeglichen. Bis zur 65. Minute wurden alle Löwen, die aufgeboten waren, eingewechselt. Einige Wechsel waren so nicht geplant, aber leicht angeschlagene Spieler mussten raus.

So standen einige nicht auf ihrer idealen und Lieblingsposition. Dies brachte ein wenig Turbulenz in die Luzerner Reihen, und so übernahmen die stets soliden Gäste das Spiel.

Die dritte Führung der Küssnächtler wurde erneut geschenkt. Ein kleiner Fehler in der Kommunikation und im Stellungsspiel verursachte einen klaren Elfmeter. Diesmal konnten die Löwen nicht prompt reagieren. Mehrere Positionierungen offensiv sowie defensiv stimmten nicht mehr, und auch der gesuchte Spielaufbau war immer mangelhafter.

Die Löwen öffneten wieder Weiten im Mittelfeld, zu weite Abstände, die prompt ausgenutzt wurden, und der K.O.-Schlag war nun serviert. Es fehlte eine Viertelstunde, endlich kamen die Wechsel der Gäste, und die Löwen nutzten dies, um sich wieder zu finden und neu zu organisieren. Es blieb chaotisch, doch wir konnten wieder gefährlich werden, und die Dominanz der Gäste verschwand. Durch die aufkommende Müdigkeit wurde das Spiel immer wieder durch Fouls und Schiedsrichtereingriffe unterbrochen, es war alles nicht mehr so flüssig und spannend. Ohne wirkliche Emotionen lief die Zeit dem Ende entgegen. Doch aus dem Nichts spielten die Löwen grandiose letzte fünf Minuten und fanden vor Abpfiff aus dem letzten Eckball das dritte Tor.

Ohne geschenkte Tore wäre das Ergebnis 3:2 gewesen.

 

Wie bereits erwähnt, spielt das Ergebnis keine Rolle. Klar, nach so einem Kampf und einer gut gespielten Partie mit einer Niederlage nach Hause zu gehen, ist hart. Wichtig ist, die Fehler zu erkennen und zu verbessern. Die Hauptprobe steht nun am nächsten Dienstag gegen den FC Littau an, dort soll dann alles klappen. Wichtig ist, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen; diese kleinen Details können uns gross machen.

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Aufstellung 4-2-3-1

Trainer; Mancarella M. / Coach; Bonavita


#1 Henggeler

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#24 Luis Pedrajas (45`#14 Colazzo)

#17 Ferraro (c)

#25 Coelho Lopes

#32 Zivanovic (63`#27 De Raffele)

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#22 Sanchez Oliva (81`#20 Berisha)

#8 Adler (76`#98 Caruso)

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#20 Berisha (53`#13 Geisser)

#99 Pepe (25`#30 Krieger)

#23 Mitolo (45`#67 Azevedo Natale)

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#9 Borrillo (56`#16 Dogandzic)

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Tore:

0-1 3` FC Küssnacht a/R a

1-1 12` #17 Ferraro (#20 Berisha)

1-2 26` FC Küssnacht a/R a

2-2 28` #17 Ferraro (#20 Berisha)

2-3 70` FC Küssnacht a/R a (Penalty)

2-4 77` FC Küssnacht a/R a

3-4 89` #30 Krieger


Karten:

Gelb; 16` #99 Pepe


Man of the Match:

#17 Ferraro


 
 
 

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